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Bilanz der Mitteldeutschen Kulturklausur 2015

Am 9. September 2015 trafen sich der Sächsische Kultursenat und der Thüringer Kulturrat auf Einladung der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt zur 2. Mitteldeutschen Kulturklausur in der Moritzburg Halle (Saale). Die Vorstände der Verbände diskutierten die landespezifischen Rahmenbedingungen des Kulturlebens in den drei Ländern, die – wie sich herausstellte – zum Teil erheblich voneinander abweichen, und verständigten sich auf einen weiteren engen Austausch und eine intensive Zusammenarbeit in allen Fragen des Kulturraums Mitteldeutschlands.

 

Im Besonderen stellten sie fest, dass die Bedeutung der Kultur – gerade auch als Image- und Standortfaktor – in den Ländern offensichtlich unterschiedlich bewertet wird. Sachsen, in dem  Kultur einen vergleichsweise hohen Stellenwert innehat, spielt hier in vielem eine beispielhafte Rolle.

 

Die Dachverbände unterstrichen zudem, dass Kultur eine Mitverantwortung für gesellschaftliche Themen insgesamt einnehme und bei der gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik eine nicht zu unterschätzende integrative Kraft entfalten kann. Hierauf solle mit entsprechender Gewichtung und Ausstattung kultureller Einrichtungen auch politisch gesetzt werden.

 

Mit Sorge wurden die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP gesehen und dabei insbesondere ihre Intransparenz kritisiert. Die Mitteldeutsche Kulturklausur beschloss, die Entwicklung weiter zu beobachten und sie zum Gegenstand auch zukünftiger Treffen zu machen, die jährlich fortgesetzt werden sollen.

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